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Neues Holzschneidebrett: Was du vor dem ersten Gebrauch tun solltest

Die kurze Antwort: Einmal warm abwaschen, abtrocknen, aufrecht trocknen lassen und mit ein paar Wassertropfen prüfen, ob das Holz geschützt ist. Perlen sie ab, kannst du sofort schneiden. Ziehen sie ein oder ist das Brett unbehandelt, ölst du es vorher auf allen Seiten und lässt es über Nacht trocknen.

Ein neues Holzbrett ist eine Anschaffung für viele Jahre. Die ersten Tage entscheiden mit darüber, wie es sich später verhält: ob es plan bleibt, ob die Oberfläche glatt bleibt und wie schnell sie Gerüche annimmt. Der Aufwand ist klein.

Geölt oder unbehandelt?

Das ist die erste Frage. Viele Bretter kommen bereits geölt, andere ganz roh. Ein unbehandeltes Brett erkennst du daran, dass das Holz blass und trocken aussieht und Wasser sofort dunkle Flecken macht. Ein geöltes Brett hat eine sattere Farbe, Wasser bleibt als Tropfen stehen.

Unsere Bretter verlassen die Werkstatt geölt und sind ab dem ersten Tag einsatzbereit, wie im Beitrag Schneidebrett ölen beschrieben. Das gilt für ein Längsholzbrett aus Eiche genauso wie für das Stirnholz-Schneidebrett aus Nussbaum. Hast du eines von uns, reicht der Wassertest.

Die ersten Tage im Überblick

Wann Was Warum
Beim Auspacken Einmal warm abwaschen Staub vom Versand muss runter
Direkt danach Beide Seiten abtrocknen, aufrecht stellen Das Holz soll gleichmäßig trocknen
Nach ein paar Stunden Wassertropfen-Test Zeigt, ob Öl nötig ist
Falls nötig, am Abend Alle Seiten dünn ölen, über Nacht trocknen Das Öl härtet aus und schützt
Nach den ersten Wäschen Raue Stellen leicht anschleifen, nachölen Aufgestellte Fasern glätten

Warum sich ein neues Brett rau anfühlen kann

Das erschreckt manchen, ist aber normal. Wird Holz zum ersten Mal richtig nass, stellen sich einzelne Fasern an der Oberfläche auf. Man sagt, das Holz steht auf. Das ist kein Mangel. Einmal mit einem feinen Schleifschwamm in Faserrichtung darüber, danach dünn ölen, und die Oberfläche bleibt glatt. Bei Stirnholz ist die Richtung egal, dort steht die Faser ohnehin senkrecht.

Schleifschwamm, Leinöl-Firnis, zwei Pads, Ölsaugtuch und Handschuhe stecken zusammen im Pflege-Set NO.4. Das Öl darin ist lebensmittelecht nach LFGB.

So ölst du ein unbehandeltes Brett

  1. Sauber und trocken. Öl auf feuchtem Holz zieht nicht richtig ein.
  2. Dünn auftragen. Mit dem Pad auf allen Seiten, auch unten und an den Kanten. Wer nur oben ölt, baut Spannung ins Brett.
  3. Überschuss abnehmen. Nach 20 bis 30 Minuten alles abwischen, was nicht eingezogen ist.
  4. Über Nacht aufrecht trocknen lassen.
  5. Bei rohem Holz wiederholen. Es nimmt am Anfang viel auf, ein zweiter Durchgang am nächsten Tag lohnt sich.

Nimm dafür ein aushärtendes Öl wie Leinöl-Firnis, kein Olivenöl aus der Küche: Das wird ranzig. Warum, steht im Beitrag Holzpflegeöl. Und leg ölgetränkte Tücher einzeln und flach zum Trocknen aus. Zusammengeknüllt können sie sich beim Aushärten selbst entzünden.

Der richtige Platz in der Küche

Such dem Brett einen Platz, an dem es aufrecht stehen kann, nicht direkt neben Herd, Backofen oder Heizung. Flach auf der nassen Arbeitsplatte trocknet die Unterseite nicht, und genau so fangen die meisten Verzüge an.

Wenn schon ein neues Brett, dann lohnt ein Blick auf die Messer daneben. In der Schublade stoßen die Klingen aneinander. Ein magnetischer Messerblock aus Kirschbaum hält sie von außen am Holz, die Klinge berührt nur Holz. Zusammen mit einem Stirnholzbrett aus Kirschbaum ergibt das eine ruhige, einheitliche Arbeitsecke.

Die ersten Wochen

Schneide ganz normal. Nach dem Kochen warm abwaschen, abtrocknen, aufrecht stellen. Die ersten Schnittspuren gehören dazu. Mach in der Anfangszeit öfter den Wassertest, ein frisches Brett braucht oft früher Öl als später. Wer Brot und Käse lieber getrennt hält, legt sie auf ein eigenes Vesperbrett aus Eiche, dann bleibt das große Brett für Gemüse und Fleisch.

Wie du dein Brett danach im Alltag pflegst, steht im Beitrag So pflegst du dein Massivholz-Schneidebrett richtig. Öl und Zubehör findest du unter Holzpflege.

Passend dazu: Schneidebrett richtig trocknen und aufbewahren und Lebensmittelechtes Schneidebrett.

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