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Holzbrett reinigen mit Hausmitteln: Zitrone, Salz, Natron und Essig

Die kurze Antwort: Für jeden Tag reichen heißes Wasser, ein Tropfen Spülmittel und eine Bürste. Zitrone, Salz, Natron und Essig sind für besondere Fälle: Salz und Zitrone gegen Gerüche und leichte Flecken, Natron für Hartnäckiges, verdünnter Essig zum gelegentlichen Auffrischen. Danach immer abtrocknen und aufrecht stellen.

Hausmittel haben bei Holz einen guten Ruf, und das zu Recht. Sie sind mild, du hast sie ohnehin im Schrank, und keines hinterlässt etwas, das du nicht auf deinem Essen haben willst. Trotzdem wirken sie unterschiedlich, und nicht jedes passt zu jedem Problem.

Die Hausmittel im Vergleich

Mittel Wofür So geht es Vorsicht
Spülmittel und heißes Wasser Tägliche Reinigung Abspülen, bürsten, abtrocknen Nicht einweichen
Grobes Salz Angetrocknete Reste, Gerüche Auf die feuchte Fläche streuen, mit Bürste oder Zitrone reiben Feines Salz scheuert kaum
Zitrone Knoblauch, Zwiebel, Fisch, leichte Verfärbungen Mit der Schnittfläche einreiben, kurz wirken lassen Säure trägt bei häufigem Gebrauch Öl ab
Natron Hartnäckige Gerüche, fettige Stellen Paste aus drei Teilen Natron und einem Teil Wasser, eine Viertelstunde wirken lassen Nicht zusammen mit Zitrone oder Essig
Essig Auffrischen, Fischgeruch Ein Teil Essig auf vier Teile Wasser, mit dem Tuch auftragen Keine Essigessenz pur, riecht lange nach

Salz und Zitrone: das eingespielte Paar

Die beiden ergänzen sich. Das grobe Salz scheuert angetrocknete Reste aus den Poren, der Zitronensaft löst Gerüche und hellt leichte Verfärbungen etwas auf. Streu das Salz auf die feuchte Fläche, reib mit einer halben Zitrone darüber, lass es ein paar Minuten liegen und spül dann ab.

Besonders dankbar ist helles Holz, auf dem man Flecken schneller sieht. Auf einem Längsholz-Schneidebrett aus Esche oder einem Stirnholzbrett aus Esche bringt die Zitrone nach Rote Bete oder Beeren oft schon viel zurück. Was dann noch bleibt, lässt sich anschleifen.

Natron: sanft, aber gründlich

Natron ist das Mittel für die Fälle, bei denen Salz und Zitrone nicht reichen: ein Brett, das nach einem Abend mit viel Knoblauch immer noch riecht, oder fettige Stellen nach dem Tranchieren. Die Paste verteilst du mit den Fingern, lässt sie wirken und bürstest sie mit warmem Wasser ab.

Wichtig: Nimm Natron nicht im selben Durchgang wie Zitrone oder Essig. Säure und Natron schäumen auf und heben sich gegenseitig auf. Und wie bei jedem Mittel gilt: Bei einem neuen Brett probierst du es zuerst an der Unterseite aus.

Essig: nur verdünnt

Essig gilt als Allzweckmittel. Verdünnt ist er auf dem Brett unproblematisch und hilft vor allem gegen Fischgeruch. Pur, und erst recht als Essigessenz, ist er zu scharf: Er löst Öl aus der Oberfläche, und das Brett riecht tagelang danach.

Bei Eiche kommt ein zweiter Punkt dazu. Das Holz enthält viel Gerbsäure, und die bildet mit Eisen blauschwarze Flecken. Scheuer ein Eichenbrett deshalb nie mit Stahlwolle und lass keine nassen Dosen oder Pfannen darauf stehen.

Was nicht aufs Brett gehört

  • Chlorreiniger und Bleiche. Zu scharf für eine Fläche, auf der du Lebensmittel schneidest, und der Geruch hält sich im Holz.
  • Backofen- und Grillreiniger. Stark alkalisch, sie greifen die Oberfläche an und können das Holz verfärben.
  • Stahlwolle und Schwämme mit Metall. Sie reißen die Fasern auf und hinterlassen bei Eiche dunkle Flecken.
  • Die Spülmaschine. Warum, steht im Beitrag Schneidebrett in die Spülmaschine.

Nach jedem Hausmittel: trocknen und ölen

Salz, Säure und Natron nehmen immer ein wenig vom Schutz mit. Trockne das Brett deshalb auf beiden Seiten ab und stell es aufrecht hin. Gib am nächsten Tag ein paar Tropfen Wasser darauf: Perlen sie ab, ist alles gut. Ziehen sie ein, ist es Zeit für Öl. Leinöl-Firnis, Pads und Schleifschwamm stecken zusammen im Pflege-Set NO.4, die Anleitung steht im Beitrag Schneidebrett ölen.

Nicht jedes Holzteil braucht die volle Behandlung. Ein Vesperbrett aus Eiche, auf dem Käse und Brot liegen, wird meist mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel sauber. Und das Thermomix-Gleitbrett aus Eiche wird kaum nass: gelegentlich abwischen und ab und zu nachölen genügt.

Warum ein gut gepflegtes Holzbrett keine Desinfektion braucht, erklärt der Beitrag Sind Holzbretter hygienisch. Öl und Zubehör findest du unter Holzpflege.

Passend dazu: Geruch aus dem Schneidebrett entfernen und Schimmel auf dem Schneidebrett.

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