Bearbeitungszeit: 5 – 10 Werktage.

Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands

Deutsche Manufaktur mit Leidenschaft

Dein Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Nachhaltige Geschenke: warum Lebensdauer mehr zählt als das Label

Kurz gesagt: Nachhaltig ist nicht das Geschenk mit dem grünsten Etikett, sondern das, welches am längsten benutzt wird. Alles andere ist Rechnerei. Ein Brett, das dreißig Jahre hält und zwischendurch abgeschliffen werden kann, schlägt jede Alternative, die alle zwei Jahre ersetzt wird.

Bei Geschenken wird viel über Material gesprochen und wenig über Dauer. Dabei entscheidet die Dauer fast alles: Ein Gegenstand, der zehnmal so lange hält, verbraucht über die Jahre nur einen Bruchteil dessen, was zehn Nachfolger verbrauchen. Das ist der einzige Vergleich, der sich ohne Siegel nachrechnen lässt.

Schneidebretter im Vergleich

Material Haltbarkeit in der Praxis Reparierbar
Kunststoff Ein bis drei Jahre, dann zerfurcht Nein
Bambus, verleimt Wenige Jahre, löst sich an den Leimfugen Kaum, zu dünn zum Abschleifen
Glas Sehr lange, ruiniert aber die Messer Nein
Massives Hartholz Jahrzehnte, wenn es geölt wird Ja, abschleifen und neu ölen

Den ausführlichen Vergleich der vier Materialien gibt es im Beitrag Holz, Bambus, Kunststoff oder Glas.

Reparierbar ist das entscheidende Wort

Ein massives Brett ist mehrere Zentimeter dick. Jede Kerbe, jeder Fleck und jede Schnittspur liegt in den obersten Zehnteln davon. Einmal mit dem Schleifschwamm drüber, ölen, trocknen lassen, fertig. Das ist keine Werkstattarbeit, das macht der Beschenkte selbst in einer halben Stunde. Wie genau, steht im Beitrag Schneidebrett reparieren. Ein Brett, das man dreimal auffrischen kann, ist damit rechnerisch drei Bretter. Schleifschwamm, Leinöl-Firnis und Pads stecken zusammen im Pflege-Set NO.4.

Woher es kommt

Jedes Stück entsteht in der Werkstatt in Westhausen im Ostalbkreis: zuschneiden, verleimen, schleifen, ölen. Kein Container, keine Zwischenhändler, keine Fertigung, die niemand gesehen hat. Geölt wird mit lebensmittelechtem Öl ohne Lösungsmittel, damit das Brett auch nach Jahren noch das ist, wofür es gedacht war: eine Fläche, auf der Essen zubereitet wird. Das gilt für das Stirnholz-Schneidebrett aus Eiche genauso wie für das Längsholz-Schneidebrett aus Kirsche.

Der ehrliche Einwand

Ein handgefertigtes Brett kostet mehr als eines aus dem Supermarkt, das stimmt. Der Vergleich fällt trotzdem klar aus, wenn man ihn auf die Jahre umlegt: Ein Brett für 90 Euro, das zwanzig Jahre hält, kostet 4,50 Euro im Jahr. Ein Kunststoffbrett für 12 Euro, das alle zwei Jahre ersetzt wird, kostet 6 Euro im Jahr, und am Ende steht ein Stapel Müll statt eines Stücks mit Patina. In diesem Preisbereich liegt etwa das Längsholz-Schneidebrett aus Nussbaum ab 85 Euro.

Das unnachhaltigste Geschenk überhaupt

Es ist nicht das aus dem falschen Material. Es ist das, welches nicht benutzt wird. Jedes Geschenk, das in der Schublade landet, war umsonst hergestellt, egal woraus. Deshalb ist die wichtigste Frage vor dem Kauf nicht, wie das Material heißt, sondern ob der Beschenkte das Stück nächste Woche in die Hand nimmt.

Was sich dafür eignet

Bretter, Messerblöcke, Vesperbretter und Untersetzer haben alle dieselbe Eigenschaft: Sie sind täglich im Weg, im guten Sinn. Die Auswahl steht unter Geschenke aus Holz, das passende Öl unter Holzpflege. Wie oft geölt werden muss, damit die Jahrzehnte auch wirklich zusammenkommen, steht im Beitrag Schneidebrett ölen: welches Öl und wie oft.

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag